Finanzlexikon Buchstabe Q

Quantitative Impact Studies, QIS (in der Abkürzung so auch im Deutschen): Stress-Test für Versicherungen. Vgl. Jahresbericht 2005 der BaFin, S. 55 (Bericht über die Berechnungen nach den neuen Bewertungs-Grundsätzen), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 56 (Vorschläge der Financial Requirements Expert Group) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel „Internationales“. Quellenangabe: Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Siegen.

Quantitätstheorie (quantity theory): In ihrer einfachen Form die Feststellung, dass bei Vermehrung der Geldmenge (bei gleicher Umlaufsgeschwindigkeit) die Güterpreise steigen, wenn sich nicht auch gleichzeitig das Handelvolumen erhöht hat. Siehe Geldmenge, Geldmengen-Fetischismus, Inflation. Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2005, S. 18 ff. (langfristige und kurzfristige Betrachtung). Quellenangabe: Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Siegen.

Quanto (so auch im Deutschen gesagt; Abkürzung von quantity adjusted option): Bei einem strukturierten Finanzprodukt ist hier die Handelswährung (angenommen: EUR) eine andere als die Währung des Basiswertes (der Bezugsbasis; angenommen USD). Jedoch ist das Risiko eines ungünstigen Wechselkurses bei Vertragsfälligkeit durch ein Sicherungsgeschäft ausgeschaltet. Der Preis des Produktes wird somit allein vom Marktwert der Bezugsbasis (im Beispiels also in USD gerechnet) beeinflusst.

Die Kosten der Währungsabsicherung hängen dabei im wesentlichen ab vom Preis des Basiswertes in der Vertragswährung, der Zinsdifferenz zwischen der Handelswährung (EUR) und Vertragswährung (USD) sowie von der Volatilität (Schwankungsbreite) des Basiswertes und der Vertragswährung. Siehe Composite, Kurssicherung, Nettozinsdifferenz, Option, exotische, Swapsatz, Zertifikat. Quellenangabe: Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Siegen.